mister bear

vorherige Seite | previous page  Übersicht | Oversight  nächste Seite | next page

Südkurier

Samstag, 27. Oktober 2001

NamensvetterCornelia und Jean-Claude

Da grinst Klaus Wowereit. „Das ist ein Bär. Sieht nicht nur so aus, das ist auch einer", hört man den frisch gebackenen Regierenden Bürgermeister Berlins sprichwörtlich sagen. Wowereit freut sich über sein kleines Stofftier. Das Bild auf seiner Homepage verrät es. „Den hat er zum Geburtstag bekommen", klärt die Mutter des Wowie-Bären auf. Wie sie heißt? Cornelia Wowereit. Kein Tippfehler, das ist schon richtig so. Zehn bis zwölf Stunden habe die Friedrichshafenerin für das Nähen des Teddys gebraucht. Per Zufall seien die Mitarbeiter Wowereits auf seine Namensvetterin vom Bodensee und deren Bären-Werkstatt aufmerksam geworden.

„Ich habe dann ein paar Bilder von Bären geschickt und den haben sie sich dann ausgesucht", erinnert sich Cornelia Wowereit. Mit "den" meint sie Naseweiß. So heißt der kleine Bär, der nun auf Klaus Wowereits Schreibtisch ruht. Mit eingesticktem Namen, das habe nach Wunsch der SPD-Mitarbeiter, die ihrem Chef den Bären schenkten, sein müssen. Damit Klaus sieht: ,Aha, Naseweiß hat eine Wowereit als Mama." Ob die Bären und der neue Ziehvater miteinander verwandt sind, soll bald geklärt werden. „Er hat im Moment ganz andere Sachen zu tun", ist sich die Friedrichshafenerin sicher. Das ist so, in dem Amt warten eine Menge Geschäfte. Und die von Cornelia Wowereit? 500 bis 600 Bären habe sie schon „geboren" und gebe spezielle Bärenkurse zum Erlernen dieses Handwerks. Steht auch auf ihrer Homepage. Mitsamt eines Links zu den offiziellen SPD-Seiten. Als glühende Anhängerin will sich die Bären-Mutter nicht verstanden wissen, „aber man sympathisiert mit einer Partei.". Was Klaus dazu sagen würde? „...und das ist auch gut so."

Philipp Zieger